(PMiAOHU30042017)-http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170426_OTS0010-

TANZ in den MAI 2017 und darüberhinaus.

VOLKSBEGEHREN FÜR DEN AUSTRITT ÖSTERREICHS AUS DER EUROPÄISCHEN UNION

"Initiative Heimat & Umwelt" fordert Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag

Endlich Konsequenzen aus den "friedlichen" Atomkatastrophen ziehen: Atomkraftwerke sind Lieferanten für Atombomben!

Zeiselmauer (OTS) - Anläßlich des heutigen 31. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe am 26.4.1986 fordert Inge Rauscher, Obfrau der "Initiative Heimat & Umwelt" (IHU), daß die heimische Politik endlich konkrete Konsequenzen aus der mehrheitlichen Ablehnung der Atomenergie durch Österreichs Bürger zieht und im Parlament den Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag beschließt. "Österreich ist seit dem Beitritt zur Europäischen Union auch Mitglied bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM. Der EURATOM-Vertrag, in Kraft getreten am 1.1.1958, sieht in seiner Präambel unmißverständlich vor, die Voraussetzungen für den Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie zu schaffen; dieser Förderzweck wurde nie aufgegeben -trotz Großkatastrophen wie Three Mile Island/Harrisburg/USA, Windscale/Sellafield/Großbritannien, Tschernobyl/Ukraine (damals noch Sowjetunion) oder Fukushima/Japan", so Inge Rauscher in ihrer Stellungnahme.

Seit Österreichs EU-Beitritt 1995 zahlen Österreichs Steuerzahler jährlich zusätzlich zum jährlichen EU-Mitgliedsbeitrag (seit 2012 netto - also bereits nach Abzug der Rückflüsse aus der EU - bereits über eine Milliarde Euro!) zig Millionen Euro für EURATOM, obwohl unser Staatsvolk in der Volksabstimmung von 1978 jedweder Nutzung der Atomenergie und damit auch deren Förderung mehrheitlich eine Absage erteilt hat. "Ohne die permanente finanzielle Förderung der Atomenergie über Steuergelder wäre diese Stromerzeugungsform weltweit schon lange nicht mehr konkurrenzfähig. In Österreich haben wir seit Jahrzehnten ein rechtsgültiges Atomsperrgesetz im Verfassungsrang und es ist eine grobe Verletzung desselben, wenn die Republik Österreich trotzdem Atomkraftwerke in der EU mitfinanziert. Nach nunmehr 27 Jahren muß damit endlich Schluß sein", fordert Inge Rauscher weiter.

AKWs de facto nicht versicherbar!

Noch immer wird ein überwiegender Großteil der EURATOM-Kredite für den Bau und die "Nebenkosten" von AKWs ausgegeben und nur ein kleiner Teil für deren "Sicherheit". Selbst in Deutschland können die Deckungsvorsorgen von Haftpflicht und gegenseitigen Garantiezusagen der AKW-Betreiber nur einen Bruchteil der Kosten decken, die von einem katastrophalen Atomunfall (GAU) verursacht würden. Den "Rest" müßten der Staat und die Steuerzahler tragen. Diese geringen Deckungsvorsorgen stellen eine weitere Form von öffentlicher Subventionierung dar. Bei adäquater Versicherung der Atomkraftwerke würden sich deren Kosten mindestens verzwanzigfachen! AKWs wären damit unbezahlbar und müßten sofort abgeschaltet werden - siehe http://bit.ly/2ousU0m. Es ist und bleibt eben unverantwortlich, eine Technologie auf die Menschheit loszulassen, die nicht fehlerfreundlich ist, wie einer der profiliertesten Atomgegner Österreichs, der verstorbene Physiker und Univ.Prof. Hans-Peter Aubauer, immer wieder warnte.

Erst im November 2016 - 31 Jahre nach dem Supergau - wurde die inzwischen bereits vierte "Hülle" für den zerstörten Reaktorblock von Tschernobyl installiert, weil alle anderen der Radioaktivität nicht standhalten konnten - eine gigantische Konstruktion aus Stahl und Beton, das größte Landbauwerk in der gesamten Geschichte unserer Erde, um das weitere Austreten von Radioaktivität zu verhindern. Dieses soll nun 100 Jahre halten, obwohl "auch die Ingenieure" nicht wissen, wie es danach weitergehen soll. Die Kosten für das neue "Sarkophag-Monster" von offiziell geschätzten 2,1 Milliarden (!) Euro trägt jedenfalls am Papier die "Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung". Wer sie in Wahrheit trägt, kann sich jeder denkende Bürger ausmalen.

Atomindustrie untrennbar mit atomarer Aufrüstung verbunden

Die Atomindustrie ist untrennbar mit atomarer Aufrüstung und Kriegen verbunden, denn Atomkraftwerke sind Lieferanten für Atombomben! Alle Betreiber, Politiker und Journalisten wissen das, schauen aber tatenlos zu. Der wichtigste "Rohstoff" für Atombomben ist Plutonium mit einer unvorstellbar langen Halbwertszeit als "Nebenprodukt" der Aufbereitungsanlagen von radioaktivem Müll aus AKWs. Auch die in den letzten Jahren in beinahe allen Kriegen - von Irak über Serbien, Kosovo, Libyen bis Syrien von der NATO bzw. den USA und ihren Alliierten - eingesetzte Atomwaffe aus abgereichertem Uran ("depleted Uranium") mit verheerenden Langzeitschäden an Zivilbevölkerung, Umwelt, Boden und Grundwasser wird aus Abfallprodukten von AKWs hergestellt. Siehe www.geolitico.de/2017/04/14/krieg-mit-einer-ausrottungswaffe.

Inge Rauscher abschließend: "Es gibt auch nach wie vor keine sicheren Endlager für radioaktive Abfälle aus AKWs. Seit kurzem ist im deutschen Bundestag ein Gesetz in Verhandlung, mit dem bis 2050(!) ein Endlager für radioaktive Abfälle aus AKWs in Betrieb gehen soll, das eine Million Jahre halten soll. Zum Vergleich: laut dzt. Wissenschaftsstand soll es die Menschheit (Urmensch) seit etwa 2 Millionen Jahren geben. Was könnte den Hochmut und die völlige, für uns alle gefährliche Realitätsferne Atomkonzern-höriger Politiker trauriger sichtbar machen?"

Rückfragen & Kontakt:

Inge Rauscher, Tel. 02242/70516

Renate Zittmayr, Tel. 0664/425 19 35

Initiative Heimat & Umwelt (IHU), ihu@a1.net www.eu-austritts-volksbegehren.at, www.jazumoexit.at

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VOLKSBEGEHREN FÜR DEN AUSTRITT ÖSTERREICHS AUS DER EUROPÄISCHEN UNION

Veröffentlichung vom 25. November 2016

Derzeit wird in den meisten Medien behauptet, dass der Brexit ein Nachteil für Großbritannien sei.
Der Ökonom Professor Werner hat in einer Expertise diese Behauptung widerlegt:
"https://wordpress.com/post/euaustrittoesterreich.wordpress.com/143"
Eine Expertise für einen allfälligen Öxit wird bald in Auftrag bei Prof. Werner in Auftrag gegeben.
Das Schweizer Erfolgsmodell wäre das Ideal auch für Österreich! Die Schweizer sind führend:
Die ersten vier Plätze gehen an Staaten, die nicht EU-Mitglied sind.

Die Hauptgründe für den EU-Austritt sind das demokratische Defizit der EU-Rechtsetzung, die asozial-neoliberale Wirtschaftspolitik, die die Geldwertstabilität gefährdende Finanzpolitik und das Eingehen von rechtswidrigen, unverantwortbaren Haftungen, die neutralitätswidrige NATO/EU–Militärpolitik, sowie die Umformung der EU zu einem zentralistischen Bundesstaat, ohne ausreichende Legitimation. Die EU entwickelte sich zu einer Despotie, in der die eindeutige Trennung von Legislative, Exekutive und richterlicher Gewalt abgeschafft ist. Einige Ermächtigungen in den Verträgen haben jetzt schon diktatorische Züge.

Die „einfachen“ Normalbürger spüren die Auswirkungen: Staatsschulden- und Arbeitslosenrekord (nur rund 3% Arbeitslosigkeit in der Schweiz im Vergleich zu rund 10% in Österreich – laut nationaler Berechnung), Reallohnsenkungen, unsichere Pensionen, Kriegs- und Terrorgefahr.

Österreich wird es ohne EU besser gehen

Die Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein zeigen vor, daß die EFTA für den Außenhandel genügt.

“Die Schweizer Wirtschaftskraft basiert vor allem auf den kleinen und mittleren Unternehmen. Der Wohlstand der Schweiz beruht nur zu einem kleinen Teil auf der Wertschöpfung der Banken“.¹

Die Schweizer leben im Wohlstand durch Direkte Demokratie und eine bewaffnete Neutralität.

Schweden kommt sehr gut ohne Euro aus, muß nicht beim Euro-„Retten“ mitmachen und spürt auch die Krise nicht so stark. Auch die Türkei arbeitet via Zollunion mit der EU zusammen und ist kein Mitglied der EU. Bald werden die Briten über den Verbleib in der EU abstimmen. Island hat in der Krise die Banken pleitegehen lassen und nicht die Bevölkerung. Inzwischen geht es mit dem so „kleinen“ Island entgegen allen früheren Unkenrufen wirtschaftlich wieder steil bergauf – und das ganz ohne EU-Mitgliedschaft!

Die Isländer haben lt. aktueller Studie (November 2016) hinter der Schweiz am meisten Privatvermögen: Im Schnitt hat jeder in der Schweiz 561.856 Dollar und in Island 408.595 Dollar, dagegen hat jeder Österreicher im Schnitt nur 206.002 Dollar (Tageszeitung "Heute" 23. Nov. 2016).

Österreich kann ohne EU wieder selbst bestimmen. EU-Recht kann angenommen oder verworfen werden. Die Österreicher werden durch die Wiedereinführung einer eigenen Währung profitieren. Zwar werden durch eine starke Währung die Exporte teurer, aber als Ausgleich die Importe billiger. Die Schweiz zeigt vor, daß ein starker Franken nicht schadet. Die Eidgenossen betreiben Handel mit der ganzen Welt und sind das wettbewerbsfähigste Land.

Mit dem Euro will man den EU-Superstaat erzwingen. Er ist eine Fehlkonstruktion, weil unterschiedlichste Volkswirtschaften mit gemeinsamer Währung nicht funktionieren. Den schwächeren Volkswirtschaften wird die Möglichkeit der Abwertung genommen, die stärkeren – wie Österreich, Holland und Deutschland – können nicht aufwerten. Mit eigenen und leistungsgerechten Staatswährungen kann der Geldfluß zwischen den unterschiedlichsten Wirtschaftsstrukturen rasch und wirksam reguliert werden. Oft wird behauptet, nachdem der Schilling einst an die DM gekoppelt war, wäre ein wiedereingeführter Schilling dem Untergang geweiht bzw. müßte er daher ohnehin an den Euro gebunden werden. Die Schweden beweisen das Gegenteil: Deren ebenfalls „kleine“ Währung ist nicht an den Euro gekoppelt.

Die Umstellung auf eine eigene Währung wird laut Prof. Schachtschneider „schnelle, nachhaltige und erhebliche Wohlstandsgewinne für die Bevölkerung Österreichs zur Folge haben“.2

Die Kaufkraft der österreichischen Bevölkerung ist mit der Einführung des Euro zurückgeblieben: „Der Kaufkraftverlust wird auf bis zu 50 Prozent der gegenwärtigen Kaufkraft der Einkommen der Bevölkerung vor der Einführung des Euro geschätzt“.2

Eine Besserung der EU ist nicht möglich.

Die EU ist unreformierbar, zumal schon das Fundament falsch aufgebaut ist, nämlich die „Grundfreiheiten“ der EU. Allen voran der freie Kapitalverkehr sowie der freie Warenverkehr auf Kosten von Mensch, Tier und Natur. Auch EURATOM (Forcierung von Atomenergie) ist eine Grundsäule der EU. Gewinnmaximierung steht über Allgemeinwohl. Reformen greifen höchstens kurz, die EU kann durch die Ermächtigungsgesetze die Verträge ändern und sich alle Mittel geben, die sie braucht, um ihre Ziele zu erreichen. Die EU-Erweiterung kennt keine Finalität. Eine gleichgeschaltete EU ist nur auf sehr niedrigem Standard möglich.

„Oft kommt der Einwand, der Grund für die negative Entwicklung sei nicht die EU, sondern daß die EU-Staaten mehrheitlich konservativ regiert werden: Es gab eine Zeit in den 90er Jahren, als 12 der 15 EU-Staaten sozialdemokratisch regiert wurden. Hat diese überwältigende Mehrheit die EU sozialer gemacht? Nein, überhaupt nicht, weil die EU eine Struktur ist, um die Kapitalinteressen vom Bevölkerungswillen maximal abzuschotten. Wenn etwas auf EU-Ebene beschlossen ist, gibt es faktisch kein Zurück mehr, was auch immer die Bevölkerungen wollen, wen auch immer sie wählen.“3

Der Europäische Gerichtshof setzt mittels seiner Machtsprüche alles durch – auch vieles, welches Politiker auf nationaler Ebene nicht durchsetzen könnten, ohne ein rechtsstaatliches Gericht zu sein: Die EU gebärdet sich wie ein Staat, ist aber keiner. Über 80% der Gesetze (Verordnungen, Richtlinien usw.), die unser Leben regeln, werden von der EU vorgegeben. Wir, die österreichischen Bürger, dürfen aber über wichtigste Entscheidungen nicht abstimmen, siehe „Euro-Rettungsschirme“ oder der kommende Freihandelsvertrag TTIP mit den USA oder Ceta mit Kanada. Ein weiteres Beispiel: Bei der Einfuhr von Lebensmitteln gelten nicht unsere österreichischen Standards, sondern die des Landes, in dem sie erzeugt wurden. Nicht das Bestimmungsland kann entscheiden, es gelten die Regelungen des Herkunftslandes.

Das demokratische Defizit ist unreformierbar.

Selbst wenn alle österr. Repräsentanten im Rat (rd. 3% Stimmgewicht) und EU-Parlament (rd. 2,4% der Stimmen) gegen ein EU-Gesetz wären, hätte das keine Auswirkungen. Der Ministerrat und das EU-„Parlament“ können nur über Vorlagen befinden, die von der vom Bürger praktisch unantastbaren EU-Kommission vorgeschlagen werden. Die Entscheidungen über neue Gesetze fallen zu 98 Prozent schon in den Ausschüssen. Damit wird die neoliberale EU-Politik den Österreichern aufs Auge gedrückt und faktisch unumkehrbar gemacht. Die EU hat die Gewaltentrennung abgeschafft. Die eindeutige Trennung der Gewalten - Legislative, Exekutive und richterliche Gewalt - wird Österreich nach dem EU-Austritt eine von aller Welt geschätzte Rechtssicherheit geben.

Unfriedensprojekt

Dank der Neutralität kann sich Österreich aus allen Kriegen heraushalten und auf beiden Seiten eines Konfliktes humanitär wirken. Doch kann die EU die Neutralität weiter aushöhlen und sogar abschaffen. Großstaaten gefährden den Frieden, kleine Einheiten sind Voraussetzung für echte (direkte) Demokratie und nachhaltigen Frieden. Nichts gegen eine Zusammenarbeit von souveränen Staaten in Europa. Um den Frieden zu sichern, ist eine Zusammenarbeit der Nationen anzustreben. Schon Immanuel Kant spricht von einem Friedensbund, der alle Kriege auf immer zu endigen sucht: „Das Völkerrecht soll auf einem Föderalismus freier Staaten gegründet sein“. Die EU in ihrer Funktion als Vereinheitlichungsmaschinerie wird aber mehr und mehr zu einem Unfriedensprojekt.

1 http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1695
2 hhttps://euaustrittoesterreich.files.wordpress.com/2016/11/schachtschneider-argumente-eu-austritt.pdf
3 Solidar-Werkstatt: http://tinyurl.com/o8qqcvt

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Veröffentlichung vom 12. November 2016

Einladung zum Vortrag und Aussprache am Mittwoch, 23. November 2016, 19 Uhr
im Volkshaus Dornach, Auhof, Niedermayrweg 7, 4040 Linz Frau Inge Rauscher

Gründe Deine Meinung nicht auf die Ansicht anderer.
Unabhängig für sich selbst zu denken, ist ein Zeichen von Furchtlosigkeit.

Zitat von Mahatma Gandhi

Vorsitzende Frau Inge Rauscher,
ist jedem politisch Interessierten in Öster­reich der „Initiative Heimat & Umwelt“ bekannt, spricht über:

"Österreich am Scheideweg"
Weitere Internationalisierung oder Besinnung auf das Eigene?"

bestens bekannt. Sie war und ist die treibende Kraft der „Initiative Heimat & Umwelt“ (IHU), die seit Jahrzehnten für die Selbstbestimmtheit Österreichs eintritt. Zwei politische Akti­onen ragen besonders heraus:

Bereits zwei Jahre vor der EU-Beitrittsabstimmung von 1994 wur­den von ihr und Gleichgesinnten rund 60 Aufklärungsvorträge durchgeführt um die Staatsbürger vor den Folgen eines EU-Bei­tritts zu warnen. Rund ein Drittel der Wähler folgten den Argu­menten. Es kam nach dem Beitritt schlimmer als vorhergesagt. Deshalb wurde von Frau Rauscher die Einleitung eines Volks­begehrens betreff eines EU-Austrittes betrieben, die benötig­ten 10.000 amtlich beglaubigten Unterschriften wurden er­reicht, aber wegen eines angeblichen Formalfehlers jedoch zu­rückgewiesen. Nochmals begann sie von vorne und diesmal wurden alle Hürden geschafft. Über 261.000 Staatsbürger unterstützten im EU-Austrittsvolksbegehren die Argumente der IHU.

Zum Inhalt ihres Vortrages schrieb Frau Rauscher:
Diese im Titel angesprochene grundlegende Zukunftsfrage soll an diesem Abend auf zweierlei Weise beleuchtet werden. Erstens ganz allgemein, und zweitens am aktuellen Beispiel der Bundespräsiden­tenwahl vom 4. Dezember.

Wohin soll Österreich gehen? Wollen wir noch eine bäuerliche statt industrielle Landwirtschaft, wollen wir einen lebensfähigen Mittelstand und überhaupt noch eine gewerbliche und industrielle Produktion und damit Arbeitsplätze für lebenswichtige Güter in Österreich oder nur mehr im Billiglohn-Ausland bis hin zu Fernost?

Wollen wir noch kinderreiche Familien und den Schutz des ungeborenen menschlichen Lebens ebenso wie den Tier- und Umweltschutz?

Wollen wir noch, daß Begriffe wie Heimat, Anstand, Ehre, Treue, Güte, ja - und auch Gott, wie immer sich diese höchste Instanz der Einzelne vorstellt - in unserer so ver­rückten Welt von heute trotz aller Anfeindungen noch Bestand haben als Fundamente unserer so­genannten "Gesellschaft"?

Oder wollen wir das alles und noch vieles andere bedenkenlos über Bord werfen und einer weiteren Internationalisierung Tür und Tor öffnen, bei der transkontinentale Konzerne als Herren der "neuen Weltordnung" und damit Nachfolger der Kaiser und Könige absolutistischer Herrschaftsformen früherer Jahrhunderte die schwer erkämpften demokratischen und nationalen Rechte der Bürger im Sinne der Aufklärung von Immanuel Kant und anderen außer Kraft setzen?

Für diesen Weg steht Dr. Alexander van der Bellen, der in seinem kurz vor seiner Kandidatur erschiene­nen Buch "Die Kunst der Freiheit" wörtlich schrieb: "Für die west- und mitteleuropäischen Kleinstaaten, und dazu gehört im Weltmaßstab auch Deutschland, ist Selbstbestimmung, Eigenständigkeit und Un­abhängigkeit - also kurz Souveränität - eine Illusion." Bei dieser Bundespräsidentenwahl am 4. Dezember geht es daher wie bei kaum einer Wahl davor um genau diese Zukunftsfragen. Bis jetzt hatte das Staatsvolk noch nie die Möglichkeit, eine solche Entscheidung wie im Vortragstitel angesprochen überhaupt zu treffen.

Noch nie hat es ein bodenständiger Bewerber um das höchste Amt des Staates geschafft, stim­menmäßig überhaupt so weit zu kommen, daß er eine reale Chance hat, nun auch tatsächlich von der (absoluten) Mehrheit gewählt zu werden. Die Präsidentschaftskanzlei hat 82 Mitarbeiter und deren Chef, der Bundespräsident, ist der einzige direkt vom gesamten Staatsvolk gewählte Politiker Öster­reichs. In einer solchen Funktion kann man sehr viel für das "wahre und schöne" Österreich tun. Deshalb unterstütze ich als Gründerin und Obfrau der seit fast 30 Jahren frei und unabhängig tätigen Ar­beitsgemeinschaft "Initiative Heimat & Umwelt" zusammen mit vielen unserer Mitstreiter und Sym­pathisanten "mit Herz und Seele" die Wahlbewegung von Ing. Norbert Hofer. Er ist schon jetzt der einzige verantwortliche Spitzenpolitiker Österreichs, der die Unterschrift unter das CETA-Freihandelsabkommen der EU mit Kanada in seiner Funktion als dritter Nationalratspräsident und damit dzt. auch Mit-Vertreter des noch nicht gewählten Bundespräsidenten nachweislich ver­weigert hat und zur Bedingung für seine Unterschrift auch nach dem 4.12.2016 die Abhaltung und das Ergebnis einer Volksabstimmung darüber erklärt hat.

Ohne Unterschrift des Bundespräsidenten kann kein Staatsvertrag wie das CETA-Abkommen, mit dem TTIP praktisch vorweggenommen wird, in Kraft treten, selbst wenn das österr. Parlament diesem mehrheitlich zustimmen sollte. Diese Ent­scheidung wird voraussichtlich im nächsten Jahr anstehen.

Aber auch in anderen Bereichen zeigt Hofer "Flagge". Anstatt eines "Schüttbildes" des unseligen Her­mann Nitsch, wie bei so manchen anderen Spitzenvertretern der - noch - Herrschenden in Österreich, hängt in Hofers Amtsräumen als dritter Nationalratspräsident ein großes Portrait von Andreas Hofer. Und das ist mehr als eine Geste. Denn er tritt auch für das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler gemäß UNO-Charta ein und spricht sich für eine Wiedervereinigung des über tausend Jahre bei Öster­reich gewesenen Südtirols als Teil von Gesamttirol aus.

https://euaustrittoesterreich.files.wordpress.com/2016/11/einladung-rauscher-inge-23-11-20162.pdf

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Auch ohne Übersetzung ins Deutsche, muß man den Hut vor diesem "gottesfürchtigen" und
älteren Herrn, einem ehemaligen Mönch, mit großen Respekt ziehen. Chapeau!

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VOLKSBEGEHREN FÜR DEN AUSTRITT ÖSTERREICHS AUS DER EUROPÄISCHEN UNION

15 Nov 2016 10:21 PM PST

Hofer: „Lehne Juncker-Armee ab.“

Koordination der Armeen der EU-Mitgliedsländer aber erforderlich.

(OTS)-„Eine verbesserte Sicherheitspolitik in der Europäischen Union bedarf einer klaren Definition und muss mit Bedacht diskutiert werden“, sagte der freiheitliche Präsidentschaftskandidat Ing. Norbert Hofer zu den von Jean-Claude Juncker ventilierten Plänen einer EU-Einheitsarmee. „Ein Einsatz österreichischer Soldaten ist aus meiner Sicht grundsätzlich nur unter UNO-Mandat und für humanitäre Aufgaben möglich“, betonte Hofer die Neutralität Österreichs.
In bestimmten Fällen sei gleichzeitig eine Zusammenarbeit sinnvoll. So wenn es etwa um Beschaffungsmaßnahmen gehe, die kostengünstiger für den Steuerzahler wären, so Hofer. Mit kompatiblen Gerät sei auch eine Zusammenarbeit etwa bei Katastropheneinsätzen technisch einfacher. Jedenfalls müsse Österreich konsequent auf seiner Neutralität beharren, so Hofer, der davor warnte, dass mit einer Euro-Armee nach der Ausgestaltung der Vorstellungen Junckers fremde Soldaten unter fremden Kommando in Österreich stationiert sein könnten. „Das ist ein No-Go für mich“, so Hofer.
Eine Zusammenarbeit wie sie etwa Verteidigungsminister Doskozil fordere unterstützt Hofer. So seien mehr Kooperationen, ein gemeinsames Hauptquartier, ein Sanitätskommando oder Zusammenarbeit in der Logistik Vorschläge, die man - immer unter dem Vorbehalt der österreichischen Neutralität - durchaus weiterverfolgen könne.

http://www.fpoe-parlamentsklub.at - http://www.fpoe.at

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